Lehrerkinder – privat oder gesetzlich krankenversichern?
vom 15.04.2019

– Wie versichere ich meine Kinder wenn ich verbeamtet bin? (Lesezeit: ca. 3-4 Minuten)


Lehrerkinder – privat oder gesetzlich krankenversichern?
In Lehrerfamilien finden wir häufig folgende Konstellation vor: ein Partner, der Lehrer, ist privat und der andere gesetzlich versichert. Sind verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer privat krankenversichert, der Partner infolge eines versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses jedoch gesetzlich, so stellt sich spätestens bei der Verbeamtung oder aber der Geburt des ersten Kindes die Frage, wie das Kind versichert werden soll.

Ist ein Elternteil gesetzlich und einer privat versichert, besteht die Möglichkeit, die gemeinsamen Kinder kostenfrei in die Familienversicherung aufzunehmen oder kostenpflichtig privat zu versichern. Die Kinder wären also krankenversichert, ohne dass Sie als Eltern hierfür zusätzliche Kosten aufwenden müssten.

Aufgrund des Beihilfenspruches für verbeamtete Lehrer, welcher auch für die dazugehörigen Kinder besteht, sind jedoch auch die Beiträge zur privaten Krankenversicherung für Lehrerkinder sehr attraktiv. Für ca. 40€ im Monat bekommt man für sein Kind bereits eine private Krankenversicherung mit hochwertigem Leistungsangebot.

Doch wieso Beiträge zahlen, wenn man eine gesetzliche Krankenversicherung auch völlig kostenlos haben kann?

  • Möchten Sie, dass dem Arzt im Krankheitsfall alle Optionen zur Heilung Ihrer Kinder zur Verfügung stehen und er nicht auf die erfolgversprechendste Behandlung verzichten muss, weil er sie nicht abrechnen kann?
  • Möchten Sie frei entscheiden und wählen können, welchen Ärzten und vor allem Spezialisten in Deutschland und ggf. auch weltweit Sie Ihre Kinder anvertrauen?
  • Wünschen Sie im notwendigen Falle eines Klinikaufenthaltes ihr Kind begleiten und mit ihm ein ruhiges Einzelzimmer beziehen zu können?
  • Sollen zahnärztliche und insbesondere auch kieferorthopädische Behandlungen zu 100% Zuzahlungsfrei ablaufen?
  • Sind Sie an einer Kostenbeteiligung für die Sehhilfen Ihrer Kinder interessiert?
  • Möchten Sie auch nicht verschreibungspflichtige Medikamente für die Behandlung Ihrer Kinder nutzen und diese erstattet bekommen?
  • Sollen Ihren Kindern die modernsten und hochwertigsten Hilfsmittel zur Genesung zur Verfügung gestellt werden, statt lediglich die qualitativ geringerwertige Mindestausführung?
  • Ist es Ihnen wichtig, für Ihre Kinder schnellstmöglich Termine bei erforderlichen Fachärzten zu erhalten?
  • Möchten Sie in der Apotheke Originalpräparate, statt kostengünstigere Generika erhalten?
  • Es erscheint Ihnen sinnvoll, keine extra Auslandsreisekrankenversicherung haben zu müssen sondern alles bei Ihrer eigenen Versicherung abrechnen zu können?

Entscheidend ist, wie wichtig Ihnen der Umfang und die Qualität der medizinischen Versorgung sind. Eine solide medizinische Versorgung gewährleistet in Deutschland selbstverständlich auch die gesetzliche Krankenversicherung. Wenn es an die Wahl der angebotenen medizinischen Produkte, Medikamente und Behandlungsmethoden geht, werden die Unterschiede sichtbar. Um für sich die Frage beantworten zu können, welche Versorgung Sie für Ihre Kinder wünschen, geben wir Ihnen hier ein paar Denkanstöße.

Wenn Sie diese Fragen überwiegend mit „JA“ beantwortet haben, wären Ihre Kinder in der privaten Krankenversicherung richtig aufgehoben. Zwar kostet dies ein paar Euro im Monat, im Ernstfall zeigt sich jedoch schnell, wofür Sie diese investiert haben.

Hingewiesen werden muss an dieser Stelle allerdings auf den Abrechnungsaufwand. Kinder, vor allem Kleine Kinder, sind meist schneller und häufiger krank. Während die Abrechnung in der gesetzlichen Krankenversicherung automatisiert direkt bei der Krankenkasse abläuft, müssen Sie all Ihre Arzt-, Medikamenten- und Behandlungsrechnungen bei Ihrer Privaten Krankenversicherung sowie als Lehrer eben auch bei der Beihilfe zur Abrechnung einreichen. Da die Abrechnung einige Zeit beanspruchen kann, kommen Sie mitunter nicht umhin, die Kosten vorzuschießen.

Auch sollte Ihnen bewusst sein, dass privat versicherte Kinder i.d.R. bis zur Aufnahme einer Ausbildung oder sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung privat versichert bleiben müssen. Entscheiden Ihre Kinder sich im Anschluss an die Schule für ein regulären Hochschulstudium oder eine schulische Ausbildung, wechseln sie in einen eigenen Tarif. Dieser ist teurer, so das monatlich etwa 90€ +/- an Beitrag einzuplanen sind.

Fazit

Aus unserer Erfahrung heraus, entscheiden sich die meisten Lehrer dafür, ihre Kinder ebenfalls in der privaten Krankenversicherung zu versichern. Da die Gesundheit des eigenen Nachwuchses den meisten Eltern über alles geht, nutzen viele die Chance, ihren Kindern die besonders leistungsstarke und hochwertige Versorgung zur Verfügung zu stellen. Bei noch offenen Fragen oder der Suche nach einer geeigneten privaten Krankenversicherung für Ihr Kind unterstützen wir Sie gerne. Nehmen Sie jetzt mit uns Kontakt auf.

» Jetzt wertvolles Erstgespräch sichern!

Bildquellen: Lizenzfreie Stockfotonummer: 1017018016 (von stockcreations)

Meine VITA: „Robert Peukert ist seit nunmehr 16 Jahren selbstständiger Versicherungs- und Finanzberater und Geschäftsführer der Lieblingsmakler GmbH & Co. KG. Neben dem Fachberater für Finanzdienstleistungen (IHK) ist er qualifizierter Experte für Private Krankenversicherung, betriebliche Altersvorsorge und Baufinanzierung. Mit seinem Unternehmen zählt er u.a. zu den TOP 10 Versicherungsmaklern in Deutschland 2016 und wurde 2018 vom Handelsblatt zu einem der besten freien Berater für Geldanlagen gekürt.“

© Lieblingsmakler GmbH & Co.KG | Impressum | Unsere Facebookseite | Webpartner: Werbeagentur Jenanet