Kontostand und Nominalwert – Denken in Geld verhindert Vermögensaufbau
vom 15.11.2021 |

Kontostand und Nominalwert

Denken in Geld verhindert Vermögensaufbau

Kontostand und Nominalwert geben keine Auskunft über Vermögen an. Das Problem ist Geld. Geld, wie es heute benutzt wird, ist ein Vertrauenssystem und ist in seiner Natur wertlos. Geld wird bewertet, das heißt, ihm wird ein Wert zugesprochen. Doch tatsächlich geht es nicht um Wert, sondern um Kaufkraft und diese Kaufkraft ist nicht stabil.

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Wenn Menschen Geld beiseitelegen, legen sie oft großen Wert auf eine Kapitalgarantie. Die Geldanlage muss sicher sein, das Geld darf nicht verloren gehen. Diese Garantien beziehen sich immer auf den Kontostand und Nominalwert.

Vermögen ist allerdings nicht mit dem Kontostand gleichzusetzen. Das Wörterbuch definiert Vermögen wie folgt: „gesamter Besitz, der einen materiellen Wert darstellt“. Aha, also es geht um einen materiellen Wert. Welchen materiellen Wert besitzt unser Geld, insbesondere der Euro?

Herstellung von Geld

Banknoten werden aus einem besonderen Papier, Münzen aus nicht edlen Metallen hergestellt. Das einzige Geld, welches tatsächlich ein Äquivalent zu seinem Materialwert besitzt, ist die 1-Cent-Münze. Jede weitere Münze hat einen höheren Nominal- als Materialwert. Genauso verhält es sich mit Banknoten. Ein 100-Euro-Schein besitzt einen Materialwert von wenigen Cent. Und Geld auf Konten ist virtuell, Nullen und Einsen in der digitalen Welt.

Aber es kommt noch besser. Geld auf Konten ist auch nicht mehr Dein Geld. Wer Geld auf ein Konto einzahlt, gibt dem Institut ein Darlehen. Geld wird dann in eine Forderung umgewandelt. Du bist dann nicht Anleger, sondern Gläubiger. Die Bank hat dann eine Verbindlichkeit Dir gegenüber. Gerät die Bank in wirtschaftliche Probleme, kann sie nach dem §49b des SAG-Gesetzes sogenannte „berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten“ zur Abwendung einer Bankenpleite verwenden.

Fassen wir also das Bisherige zusammen

Geld in Deiner Hand ist materiell wertlos. Geld auf dem Konto ist eine Forderung und die könnte im wirtschaftlichen Notfall enteignet werden. Kapitalgarantien beziehen sich auf den Kontostand und Nominalwert.

Also drängt sich folgende Frage auf: Sind Kontostände ein Maß für Vermögen? Es geht also um Kaufkraft und die wird durch die Inflation beeinflusst. Geld und Waren sollten in einem Wirtschaftssystem ein Gleichgewicht bilden. Inflation entsteht, wenn die Geldmenge im Vergleich zur Warenmenge stärker ausgeweitet wird. Ein Maß für die Geldmenge ist die Verschuldung der privaten und öffentlichen Haushalte und der Unternehmen. Diese Verschuldung steigt unablässig. Die Warenmenge steigt jedoch nicht im gleichen Maß. Die Verschuldung steigt immer schneller an und damit die Inflation.

Der Euro hat seit seiner Einführung etwa die Hälfte seiner Kaufkraft verloren. Das Problem hierbei ist die öffentliche Wahrnehmung der Inflation. Das statistische Bundesamt ermittelt die Inflation nach der Warenkorbmethode. Die Preise von Waren in diesem Warenkorb werden vergleichen und daraus die Inflationsrate ermittelt. Der Warenkorb ist allerdings unvollständig. Es fehlen z. B. Wohnkosten, Immobilienpreise, Aktienpreise etc.

Die wahre Inflation, also die tatsächlich wirksame, ergibt sich aus der Differenz der Ausweitung der Geldmenge und dem Wirtschaftswachstum. Und die ist erheblich höher als der öffentlich bekanntgegebene Wert. Der Euro hat seit seiner Einführung etwa die Hälfte seiner Kaufkraft eingebüßt. Wer also im Jahr 2000 z.B. 100.000 Euro auf ein Konto eingezahlt hat, kann heute im Vergleich zum Jahr 2000 nur noch die Hälfte der Waren dafür kaufen. Unter diesem Gesichtspunkt darf man also fragen, was eine Garantie für den Kapitalerhalt tatsächlich bringt. Der Kontostand und Nominalwert wird abgesichert, nicht die Kaufkraft. Trotz Garantie schmilzt das Vermögen dahin.

Zu mir als Autor

Robert Peukert

Seit 2002 bin ich selbstständiger Versicherungs- und Finanzberater und Geschäftsführer der Lieblingsmakler GmbH & Co. KG. Neben dem Fachberater für Finanzdienstleistungen (IHK) bin ich  qualifizierter Experte für Private Krankenversicherung, betriebliche Altersvorsorge und Baufinanzierung.
Mit meinem Unternehmen zähle ich  u.a.
zu den TOP 10 Versicerungsmaklern in Deutschland 2016 und wurde 2018 vom Handelsblatt zu einem der besten freien Berater für Geldanlagen gekürt.

Mehr auch unter robert-peukert.de.
Im Blog weiterlesen

Fazit: Kontostand und Nominalwert sind keine verlässlichen Aussagen

Wer Vermögen aufbauen möchte, muss umdenken. Es ist unmöglich, Vermögen aufzubauen, wenn man nur den Kontostand oder den Nominalwert in Geld vor Augen hat und diese als Maß für Vermögen betrachtet. Vermögen aufbauen bedeutet Kaufkraft speichern und Kaufkraft vermehren. Und das ist nur möglich, wenn man das Geldsystem verlässt und sich den Sachwerten zuwendet.

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Zu mir als Autor

Robert Peukert

Seit 2002 bin ich selbstständiger Versicherungs- und Finanzberater und Geschäftsführer der Lieblingsmakler GmbH & Co. KG. Neben dem Fachberater für Finanzdienstleistungen (IHK) bin ich  qualifizierter Experte für Private Krankenversicherung, betriebliche Altersvorsorge und Baufinanzierung.
Mit meinem Unternehmen zähle ich  u.a.
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