Vermögenswirksame Leistungen - Pflichtprodukt für jeden Berufseinsteiger
vom 06.12.2021 |

Vermögenswirksame Leistungen

Pflichtprodukt für jeden Berufseinsteiger

Seit den sechziger Jahren sind Vermögenswirksame Leistungen (VWL) ein wichtiger Bestandteil beim Vermögensaufbau für die privaten Haushalte. Vollkommen zu Recht, denn keine Form des Vermögensaufbaus war je beliebter und überstand jede Krise oder Reform. Doch nicht jeder Durchführungsweg der Vermögenswirksamen Leistungen (VWL) ist gleichermaßen gewinnbringend. Hier ist es wichtig, sich einen Überblick zu verschaffen und die Vor- und Nachteile eines Produktes zu hinterfragen, bevor man sich für eine Variante entscheidet.

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Vermögenswirksame Leistungen (VWL-Sparen) lohnen sich also in jedem Fall! Denn nicht nur der Staat unterstützt dieses Sparen unter bestimmten Voraussetzungen, sondern auch der Arbeitgeber kann in den Tarifverträgen die VWL als zusätzliche freiwillige Zahlung bis zu 40 Euro pro Monat festlegen. Während allerdings der Arbeitgeberteil für alle VWL-Produkte gilt, beschränkt sich die staatliche Förderung auf das Bau-, Aktienfonds- und Genossenschaftssparen.

Aufklärung für Vermögenswirksame Leistungen, mangelhaft!

Fast alle Berater und Vermittler arbeiten heute mit Analysen und Bestandsaufnahmen. In diesen Analysen taucht auch die Frage über Vermögenswirksame Leistungen auf. Doch nur manchmal wird dann das passende Produkt (staatlich und arbeitgebergefördert) auch angeboten. Viele Anleger glauben, dass es nur vier Produkte gibt (Bausparen, Kontensparen bei der Bank, Lebensversicherung und das Aktienfondssparen). Die Möglichkeit des Genossenschaftssparens ist weitestgehend unbekannt, obwohl es wie das Bausparen und das Aktienfondssparen ebenfalls staatlich gefördert wird.

Das Genossenschaftssparen wird als einzige Sparform sogar zweifach gefördert. Hier erhält der Sparer nämlich sowohl 9 Prozent Arbeitnehmersparzulage nach dem 5. Vermögensbildungsgesetz als auch 20 Prozent Arbeitnehmersparzulage nach dem 3. Vermögensbeteiligungsgesetz. Trotzdem ist der Bausparvertrag das meist angebotene Produkt, wenn es um die VWL geht, gefolgt vom Aktienfonds. Genossenschaftssparen ist anscheinend nicht in der Mode und wird von Banken quasi überhaupt nicht angeboten.

Banken sind heutzutage keine reinen Banken mehr, sondern Teil eines Finanzverbundes. Das versetzt den Bankkaufmann hinter dem Beratungstisch in die Lage, die gesamte Produktpalette dieses Verbundes vermitteln zu können.

Zu diesen Verbundpartnern zählen meist eine Bausparkasse, eine Fondsgesellschaft und ein Versicherer, jedoch meist keine Wohnbaugenossenschaft. Selbst bei den Genossenschaftsbanken werden neben den eigenen Banksparverträgen hauptsächlich Bausparverträge oder Aktienfonds für die Anlage der VWL angeboten. Es lohnt sich also, sich auch außerhalb der Finanzinstitute zu erkundigen.

Die Zahl der VWL-Sparer in Aktienfonds ist gegen den Trend auch während der turbulenten Weltbörsen weiterhin gestiegen. Die Sparer haben erkannt, dass bei fallenden Kursen viele Anteile erworben werden und schließlich bei einer Kurserholung der Depotwert entsprechend überproportional ansteigt.

Kosten für Vermögenswirksame Leistungen im Auge behalten!

Bausparen verliert bei immer mehr Sparern seinen Zauber, wenn diese sich eine lukrative Rendite vorstellen. Viele Bausparer wählten den Bausparvertrag, weil dieser einen Beitrag für die eigenen vier Wände versprach. Das Genossenschaftssparen kann für viele Sparer, die mit dem Wunsch nach den eigenen vier Wänden schwanger gehen, eine interessante Alternative sein, wenn die Genossenschaft ein geeignetes Konzept zur Wohnraumgewinnung anbietet. Hier gibt es zahlreiche Modelle.

Aber auch derjenige, der einfach nur Vermögen bilden möchte, ist beim Genossenschaftssparen ebenfalls richtig. Wer ausschließlich Guthaben aufbauen und dabei das Maximum an Förderung erhalten möchte, kann das mit dem Genossenschaftssparen erreichen.

Regelmäßig Ablaufleistungen erhalten

Eine geschickte Kombination von mehreren Produkten kann man einen regelmäßigen warmen Geldregen erzeugen. Die gesetzlichen Bindefristen für die staatlichen Subventionen liegen jeweils bei 7 Jahren. Demnach haben die Verträge ebenfalls eine Laufzeit von 7 Jahren, bis die Auszahlungen fällig werden. Wer schon vermögenswirksame Verträge besitzt, aber noch nicht jede Prämie erhält, kann einen entsprechenden zusätzlichen Vertrag abschließen. Die Auszahlungen werden entsprechend der Laufzeiten zu unterschiedlichen Zeiten frei und stehen zur freien Verfügung.

Sachwertvermögen aufbauen mit Aktienfonds und Edelmetallen

Freiwerdende Ablaufleistungen können frei verwendet werden. Man kann sie für persönliche Wünsche ausgeben oder aber auch eine sinnvolle Vorsorge betreiben. Als Wertspeicher für freigewordenes Geld eignet sich zum Beispiel Gold sehr gut. So können Auszahlungen aus Vermögenswirksamen Leistungen in Gold reinvestiert werden. Dieses Investment sichert das kleine Vermögen nachhaltig vor Inflation und speichert den Wert für die Zukunft. Für abgelaufene Verträge können dann neue Verträge abgeschlossen werden, um wiederum die Vorteile des vermögenswirksamen Sparens zu nutzen.

Im Laufe des Arbeitslebens steigt das Einkommen in der Regel und ermöglicht es, zusätzliches Geld für den Vermögensaufbau beiseitezulegen. Neben dem vermögenswirksamen Sparen kann mit einem Edelmetall-Sparvertrag zusätzlich Gold regelmäßig erworben werden. Das wäre eine sinnvolle Maßnahme, da Geldwert-Sparverträge durch die Inflation beeinträchtigt werden. Das trifft übrigens nicht nur auf vermögenswirksame Sparverträge zu, sondern auch auf Bausparen, Lebensversicherung, Banksparen usw. Bei Lebensversicherungen und Bausparen kommen noch Kosten hinzu, die man nicht vernachlässigen darf und die das Ablaufergebnis erheblich mindern.

Geldwertverträge nicht zu langfristig abschließen

Wenn langlaufende Sparverträge oder Geldwertanlagen fällig werden, kann es schon mal zur Ernüchterung kommen. Speziell langlaufende Sparverträge, die über 20 Jahre oder länger abgeschlossen wurden, widerspiegeln mit unbarmherziger Wucht, was die Inflation mit dem Geld macht. Insbesondere Lebensversicherungen sind von diesem Effekt besonders betroffen, denn hier nagt nicht nur die Inflation am Geldwert, sondern die Rendite leidet zusätzlich unter hohen Kosten.

Die Abschlusskosten, die in den ersten Jahren für einen Minussaldo solcher Finanzprodukte sorgen, sind ein ausgewachsenes Problem. Möchte man einen Zinseszinseffekt nutzen, sind die Beträge, die gerade am Anfang in einen Vertrag fließen die wichtigsten, da sie am längsten auf dem Vertragskonto sind und daher die meisten Zinsen erwirtschaften. Werden diese Beträge aber für den Ausgleich eines Minussaldos verwendet, gibt es dafür keine Chance, sich zu verzinsen.

Bei den meisten Lebensversicherungsverträgen aus der Vergangenheit dauerte es drei Jahre oder länger, um die Abschlusskosten zu bezahlen und das Konto dann langsam Guthaben aufbaute. Unattraktive Vertragswerte waren also völlig normal. Es ist daher auch keine Überraschung, dass die meisten Lebensversicherungsverträge ihr Ablaufziel nicht erreichten, da sie vorzeitig storniert wurden. Über 70 Prozent der Verträge wurde vorher gekündigt.

Die Trauer darüber hält sich bei den Versicherern in Grenzen, denn Altverträge laufen mit Zinsversprechen, die die Versicherer heute kaum noch einlösen können. Darüber hinaus entstehen bei vorzeitiger Beendigung stattliche Stornoabzüge. Der Versicherer macht somit keinen schlechten Schnitt bei Kündigung von Verträgen.

Enttäuschung groß aber viel zu spät

Aber Versicherten, die durchhalten, geht es auch nicht viel anders. Die Inflation spielt hier ein tückisches Spiel. Das Nachsehen hat der Sparer, der bei Abschluss die prognostizierte Ablaufleistung sieht, mit den aktuellen Preisen und Löhnen vergleicht und sich darüber freut, dass so „viel“ zusammenkommt. 30 Jahre später folgt die Ernüchterung, wenn für das erwartete Vermögen gerade mal noch ein Kleinwagen erhältlich ist.

Das ist nämlich die Auswirkung der Inflation. Am Tag der Beratung sieht man die vorherrschenden Gehälter und Preise und bringt die Ablaufleistung damit in Relation. Sie erscheint sehr hoch und man fühlt sich gut versorgt. 30 Jahre später, wenn die Kaufkraft dahingeschmolzen ist, bekommt man für diese vermeintlich hohe Summe leider sehr viel weniger zu kaufen.

Diese Erfahrung ist aber auch zu etwas Nütze. Sie lehrt den Anleger oder Sparer, dass es bedeutungsvoll ist, auf Inflationsschutz zu achten. Das geht mit Geldwertanlagen und -sparformen natürlich nicht. Das ist nur mit Sachwerten möglich. Deshalb richten viele ihre Aufmerksamkeit bei der Wiederanlage von Ablaufleistungen auf Sachwerte, speziell Immobilien, Aktienfonds und Edelmetalle. Insbesondere Edelmetalle und Aktienfonds sind hier sehr gut geeignet, da sie im Vergleich zu Immobilien erschwinglicher und vor allem schnell veräußerbar und deshalb jederzeit verfügbar sind.

Bewährt und effektiv: Edelmetalle

Einfacher in Sachen Diversifikation wird es bei den Edelmetallen. Gold hat sich dabei besonders bewährt. Aufgrund seines Währungscharakters besitzt es weltweite Akzeptanz.

Man sollte bei Edelmetallen allerdings nicht ausschließlich auf das gelbe Metall bauen. Man sollte auch andere Edelmetalle ins Portfolio aufnehmen, die durch ihre Eigenschaften in der Wirtschaft eine große Nachfrage aufweisen.

Zu mir als Autor

Robert Peukert

Seit 2002 bin ich selbstständiger Versicherungs- und Finanzberater und Geschäftsführer der Lieblingsmakler GmbH & Co. KG. Neben dem Fachberater für Finanzdienstleistungen (IHK) bin ich  qualifizierter Experte für Private Krankenversicherung, betriebliche Altersvorsorge und Baufinanzierung.
Mit meinem Unternehmen zähle ich  u.a. zu den TOP 10 Versicherungsmaklern in Deutschland 2016 und wurde 2018 vom Handelsblatt zu einem der besten freien Berater für Geldanlagen gekürt.

Mehr auch unter robert-peukert.de.
Im Blog weiterlesen

Fazit: Kleinvieh macht auch Mist

Vermögenswirksame Leistungen bieten sich besonders für Berufseinsteiger an, die mit dem vermögensaufbau beginnen möchten. Bei der richtigen Auswahl der Zielanlage kann daraus sehr schnell eine positive Erfahrung werden. Wer die Förderungen und Arbeitgeberzuschüsse erhält, sollte diese Möglichkeit nutzen. Die  LIEBLINGSMAKLER haben dafür die richtigen „Pfeile im Köcher“, um die gesteckten Ziele zu erreichen.

LIEBLINGSMAKLER-Tipp

Mit Hilfe unseres Mentoringprogramms helfe ich Dir gern zu mehr Erfolg beim Investment. Nimm gern Kontakt zu mir auf!

Zu mir als Autor

Robert Peukert

Seit 2002 bin ich selbstständiger Versicherungs- und Finanzberater und Geschäftsführer der Lieblingsmakler GmbH & Co. KG. Neben dem Fachberater für Finanzdienstleistungen (IHK) bin ich  qualifizierter Experte für Private Krankenversicherung, betriebliche Altersvorsorge und Baufinanzierung.
Mit meinem Unternehmen zähle ich  u.a. zu den TOP 10 Versicherungsmaklern in Deutschland 2016 und wurde 2018 vom Handelsblatt zu einem der besten freien Berater für Geldanlagen gekürt.

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